Teachers on Stage – Schule der Zukunft

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Für alle, die Lust haben, Teil der #Zukunftswoche zu sein – am Mittwoch, den 21.09., um 18:00 Uhr findet das Online-Meetup mit Rahel Tschopp, Gert Mengel, Karin Foidl und Annemieke Frank statt – hier kann man sich dafür anmelden: https://lnkd.in/e4fjzZC7

Wie der Lernort Schule zum Lebensraum wird


Als Auftakt der
Wirfürschule” Zukunftswoche haben sieben Lehrpersonen in inspirierenden „Teachers on Stage“ Talks ihre Sicht auf die Schule der Zukunft beschrieben. So unterschiedlich jeder Impuls war – eins hatten alle gemeinsam – Schule als Lebensraum – das funktioniert!  

Was uns besonders freut, ist dass wir einige der Lehrpersonen bereits vor „Teachers on Stage“ kannten. Wir waren schon vor Ort im
Unilernhaus München, in dem Verena Vallerius als Lehrerin tätig war. Rieke Strehl haben wir zum ersten Mal bereits im März 2021 als Gast auf der Konferenz „Perlenwerk – Personalisiertes Lernen mit Werkstätten“ getroffen, welche die RGS Marburg in Kooperation mit Scobees ausgerichtet hat. Und Teile unseres Teams haben Daniel Jesenegs Schule in der Schweiz besucht und durften vor Ort die „Draussen Schule“ erleben.

Unsere Mitgründerin Annie war vor Ort – hier ihre Zusammenfassung der 7 Talks!

Teachers on Stage – 

7 Talks, 7 Inspirations

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Nicolai Krichevsky

Whole School Approach

Nick berichtete, was Leidenschaft und Durchsetzungskraft von Lehrpersonen bewirken können.

Was für einen Impact es machen kann, wenn Lehrpersonen bereit sind, „out of the box“ zu denken und wie sich der Spirit von Schule verändert, wenn die Lernenden mit einbezogen werden.

Es ging um das Projekt „Segeln & Summer School“ – Lehrpersonen und Schüler:innen planen und setzen dieses Projekt gemeinsam um – die Tatsache, dass sie sich die Verantwortung teilen und sich auf Augenhöhe begegnen, verändert das Verständnis von Teamwork an dieser Schule.

So wurde aus einem vor 20 Jahren initiierten Segelprojekt eines einzelnen Lehrers eine andauernde Initiative, die inzwischen mit ganzen Jahrgängen und internationalen Kooperationspartnern jeden Sommer umgesetzt wird.

Rieke Strehl

Lernen begleiten mit Empathie
 

„Wie geht es Dir eigentlich?“ Es dauerte eine Weile bis ihre Schüler:innen bereit waren, diese Frage offen und ehrlich zu beantworten. Also fing Rieke einfach selbst an, zu erzählen – was sie beschäftigte und wie sie mit dem Corona-Lockdown zurecht kam. Der Ansatz, die Lebenssituationen und Lernbedürfnisse jedes Einzelnen zu berücksichtigen, überzeugte ihre Schüler:innen. 

 

Mit der einfachen Frage „Wie geht es Dir?“ gelang es ihr während des Lockdowns, nicht nur die Verbindung zu ihrer Klasse zurück zu gewinnen, sondern über 1:1 Gespräche die Beziehung mit jedem Einzelnen zu vertiefen. Sie schaffte es, ihre Schüler:innen so abzuholen, wie jeder es individuell brauchte.

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Dr. Uli Marienfeld

Freiraum für Kreativität

An der ESBZ (Evangelische Schule Berlin Zentrum) wird Lernen seit Tag 1 anders gedacht. Uli legte in seinem Talk nochmals wunderbar exemplarisch dar, was für wunderbare Lernprodukte Kinder und Jugendliche mit Kreativität und Freiraum schaffen können.

Das gezeigte Lernprodukt der Schüler:innen war das Ergebnis einer völlig offen gestellten Frage, denn dadurch konnten sie „frei“, kreativ” und „eigenverantwortlich“ agieren.

Die Freude und auch der Stolz der Schüler:innen für ihr Lernprodukt sprudelte nur so aus der Präsentationsfolie heraus und wieder wurde klar: Kompetenzerwerb und Freiraum im Lernen – das passt wunderbar zusammen.

Markus Teibrich

Klar kannst du das!
 

„Klar kannst du das“  – es gibt Kinder und Jugendliche, die diesen Satz in der Schule noch nie gehört haben. Tobias hat diese Erfahrung selbst gemacht – als er stundenweise Klassen mit „Problemfällen“ übernehmen sollte. „Klar kannst du das“ hat diese Kinder völlig überrascht. Mit dem Konzept „Herausforderung“ schafft er für Kinder und Jugendliche die Umsetzung eines Konzepts, indem sie in einem selbst gewählten 2-wöchigen Projekt sowohl selbstständig agieren, als auch Selbstwirksamkeit erleben. Tobias beschreibt, welche Potenziale diese Projekte entfalten und wie sie Kindern und Jugendlichen dabei helfen, ihr Selbstvertrauen zu stärken.

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Verena Vallerius

Einer für alle, alle für einen

Eine Jazzband besteht als Team und als Solo. Während beim gemeinsamen Musizieren alles genau passen muss, lädt das Solo zur freien Improvisation ein. Genau diese Metapher nutzt Verena als Beispiel für die Gestaltung ihrer Arbeit als Lehrerin. Dabei nimmt sie in ihrem Tun auch Bezug auf die Bedürfnisse der Kinder, die in ihrer Individualität gesehen werden müssen. Damit die Umsetzung im Lernalltag möglich ist, beschreibt sie, wie sie und ihre Kolleginnen Teamstrukturen gebildet haben und wie sie in Projekten mit ihren Grundschüler:innen arbeiten. In einer Schule als „Lernhaus“ mit gemeinsamer, jahrgangsübergreifender Lernfläche sind die Voraussetzungen dafür ideal.

Petra Kohrs

Mit Empathie Schule leiten
 

Was würde die Liebe dazu sagen? Inspiriert durch ihren eigenen Grundschullehrer wird Petra Kohrs Lehrerin. Ihre Kindheit verläuft im Elternhaus ohne feste Strukturen. Aus ihrer eigenen Geschichte weiß sie, was positives Denken, Sicherheit geben und Entschlossenheit zeigen, ausmachen können. Nun nutzt sie diese Instrumente in der Rolle als Schulleiterin für das Kollegium in ihrer Schule. Damit manövriert sie ihre Schule auch durch die Coronazeit, in der es jede Menge Stürme zu meistern gibt. Ihr Weg, „Positives zu bewirken“ zu manifestieren und mit Reflexion, Kollaboration und Empathie zu handeln, zahlt sich aus. Ihr gelingen trotz Lockdown Schulentwicklungsprozesse, die den Teamgeist des Kollegiums stärken und alle Beteiligten ihrer Schule miteinbeziehen.

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Daniel Jeseneg

Wie Welt und Lernen zusammengehören

Direkt und super authentisch berichtet Daniel in seinem Talk von seiner Schule mit dem Konzept der „Draussen-Schule“, in der er es mit begeisterten Lerner:innen zu tun hat. Er hat dafür eine simple Erklärung  –  „die Welt“ und „das Lernen“ passen für Forschungsaufträge wunderbar zusammen. Er schafft eine glasklare Faktenlage, zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Lernen und Erleben auf und belegt seine These mit tollen Lernprodukten der Kinder an seiner Schule. Es bleibt den Zuhörer:innen genau ein Gedanke im Kopf: Warum gibt es die „Draussen Schule“, den wöchentlichen Projekttag an seiner Schule, nicht schon in jeder Schule? Er hat eine grandiose klare Haltung und man merkt, dass die Lernangelegenheiten, die in seiner Draussen Schule entstehen, alle mitnehmen – Kinder, Eltern und Lehrpersonen.