Die Waldorfpädagogik

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“Man wird nur dadurch dem Menschen gerecht, daß man in jedem einzelnen einen neuen Menschen sieht.”

Begründer der so genannten Waldorfpädagogik ist Rudolf Steiner (1861-1925). Seine Lehre wurde um 1920 auf der Grundlage der von ihm selbst begründeten Anthroposophie entwickelt. Die so genannte Anthroposophie (von altgriechisch „Mensch“ und „Weisheit“) umfasst eine spirituelle Weltanschauung, sowie den darauf basierenden Ausbildungs- und Erkenntnisweg.

Im Gegensatz zu rein naturwissenschaftlichen Strömungen versucht die Anthroposophie die Menschheit und ihre Entwicklung spirituell und übersinnlich zu verstehen. Sie “antwortet auf das Bedürfnis des Menschen, ein von Bewußtheit gestaltetes Verhältnis zur übersinnlichen, d.h. zur nicht durch die menschlichen Sinne erfahrbaren Welt zu gewinnen”.

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Waldorfschulen sind freie Schulen in Selbstverwaltung (nicht staatlich), die Waldorfschulen in Deutschland erhalten staatliche Zuschüsse, und finanzieren sich über die Elternbeiträge.

Entwicklungsorientierter Lehrplan:
Ein entscheidendes Prinzip des Waldorflehrplans liegt in der Abstimmung der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsformen auf die Prozesse kindlichen Lernens und die Stufen menschlicher Entfaltung in Kindheit und Jugend. Er ist also ausgerichtet auf die jeweiligen seelischen und geistigen Veranlagungen und Begabungen. Das zentrale Ziel: innere, menschliche Freiheit.

Kein Sitzenbleiben:

Alle Schüler und Schülerinnen durchlaufen ohne Sitzenbleiben 12 Schuljahre. Zeugnisse im klassischen Sinne gibt es nicht; hier bestehen sie aus möglichst detaillierten Beschreibungen, die die Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage und das Bemühen in den einzelnen Fächern deutlich machen.

Vielseitiger, künstlerischer Unterricht:

Ein vielfältiger handwerklicher Unterricht soll die differenzierte Ausbildung des Willens und die lebenspraktische Orientierung der Schülerinnen und Schüler fördern (Bsp.: Eurythmie/ Bewegung, Handarbeit, Musik- und Werkunterricht).