Scobees Schule Fokus: Prismaschule Langenfeld

Schatzsucher statt Defizitjäger 

Die Prismaschule Langenfeld begleitet Scobees und die Entwicklung des digitalen Tools seit Anfang an. Mit seinem offenen Konzept, zu dem auch Lernen in Lernbüros, der Prismatag und Coachings dazugehören, werden LehrerInnen weniger als Lehrkraft, sondern vielmehr als Schatzsucher betrachtet – ein schöner Begriff, wie wir finden.

„Nicht für jeden das Gleiche, aber für jeden das Beste“ – mit diesem Leitspruch hat 2011 eine Expertenkommission die Grundzüge der Schule entwickelt.
Schulleiter Raoul Schlösser hat eine Mission: “Wir wollen alle SuS individuell fordern und fördern” – genau das, was Lerncoaching beinhaltet.

Lerncoaching

An der Prismschule Langenfeld sind Lehrpersonen auch Begleiter und Berater. Sie haben einen tiefen Einblick in die individuellen Lernentwicklungen der Lernenden, um hier beraten zu können. In regelmäßigen Lerncoachings gehen Sie auf den Lernenden individuell ein um mit ihm gemeinsam herauszufinden, was der Lernende gut kann und wie er sich noch verbessern kann. 

 

Zusammen überlegen Lehrkraft und SchülerIn eine geeignete Lernstrategie. Die Vorteile dieses Vorgehens sind zum einen, dass die Lernenden ihr Lernen ganz bewusst reflektieren, d.h. sie schätzen ihr Lernen selbst ein und geben auch Aufschluss über ihre aktuelle Gefühlslage. Zum anderen entsteht durch das gemeinsame Analysieren und den kontinuierlichen intensiven Austausch, der die Grundlage für eine Feedbackkultur ist, eine gute und enge Beziehung zwischen Lehrkräften und SchülerInnen.

Die Umsetzung im Lernalltag übernehmen die Schüler:innen dann im Idealfall selbst. Doch was sind das für Informationen, die benötigt werden, um ein Kind zu beraten?

Prismabuch als Lerntagebuch

Der individuelle Lernprozess wird von den Lernenden im Prismabuch dokumentiert und reflektiert. Als Scobees Entwicklungspartner war das analog geführte Prismabuch der Gesamtschule eine der Grundlagen für die Entwicklung des digitalen Lerntagebuchs von Scobees. 

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Rückmeldungen und Feedbacks von Schulleitung, Lehrpersonen und Lernenden der Prismaschule wurden bereits im Prototyptesting 2019 gesammelt und fließen bis heute in die Weiterentwicklung des digitalen Tools ein. Durch das kontinuierliche Feedback der NutzerInnen stellt das Scobees Team sicher, dass jeder weitere Entwicklungsschritt im Einklang zu den Bedarfen der Anwender erfolgt.

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Seit dem Scobees Release im Oktober 2021 ist das digitale Lerntagebuch in seinem vollem Funktionsumfang für alle Scobees Schulen verfügbar. Dank der Möglichkeit verschiedener Konfigurationen, die pro Schule möglich sind, kann auch das digitale Lerntagebuch nach den individuellen Wünschen der Schulen angepasst werden.

Kompetenzorientierung

Die Prismaschule Langefeld arbeitet im Lernbüro mit Lernlandkarten für die Darstellung der Kompetenzoreintierung. Diese Karte zeigt den Lernenden den Weg, ordnet Dinge, und lässt komplexe Inhalte überschaubar werden. Genau das ist auch das Ziel einer so genannten “Lernlandkarte”. Die einzelnen Kompetenzen, die einer Unterrichtseinheit zugrunde liegen, sind hier aufgeführt und mit dazugehörigen Aufgaben verknüpft.

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Hier ein Beispiel: So sieht an der Prismaschule eine Lernlandkarte der 8. Klasse für das Fach Deutsch aus. Das Thema: “Einblicke in die Welt der Berufe – sich und andere informieren”.

 

Alle SchülerInnen erhalten ihre eigene Lernlandkarte. Diese gliedert das Thema – wie hier Einblicke in die Welt der Berufe” anschaulich in insgesamt 7 Kompetenzen, wie „Ich kann einen Lebenslauf verfassen.“ oder „Ich kann ein Bewerbungsanschreiben verfassen” auf. Jede Kompetenz ist mit einem Lernplan (hier LP 1-7) verknüpft, der passende Aufgaben beinhaltet. Die Aufgaben sind differenziert, unterschiedlich “schwer” und sprechen verschiedene Fähigkeiten an. Es gibt Basis-Aufgaben, (handlungsorientierte) Prisma-Aufgaben und Extra-Aufgaben. 

Nach dem Absolvieren der Aufgaben kann der Schüler/die Schülerin am Ende ein Häkchen hinter das Kästchen, also die jeweilige Kompetenz machen. Dabei wird jede erworbene Fähigkeit direkt reflektiert. Mit einem Smiley halten die SchülerInnen für sich und den Lehrer als Coach fest: “Das kann ich alles sehr gut” oder aber “Hier muss ich viel üben.”

Am Ende gibt mir meine persönliche Lernlandkarte einen Überblick über alle wichtigen Inhalte, die zu einem Thema gehören, verbunden mit meinem jeweiligen Lernstand.

 

Das Prinzip – kontinuierlich  den Lernprozess zu evaluieren – wurde auch für Scobees übernommen. Mit dem Abschluss eines Lerninputs geben die Lernenden mit Smileys kontinuierlich Rückmeldungen zur Arbeitszufriedenheit und zum Aufgabenverständnis. Durch die automatische Aufsummierung der Evaluierungen, erhalten die Lernenden und ihre Lernbegleitenden einen transparenten Einblick über die eigenen Lernentwicklungen.

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Neben dem Evaluierungsprinzip bietet Scobees für die Kompetenzorientierung sowohl die eigene Erstellung und Einbindung

  • fachlicher Kompetenzraster (Lernlandkarten pro Einheit der Länder),
  • überfachlicher Kompetenzraster (z.B. Teamfähigkheit, Präsentationsfähigkeit)
  • Medienkompetenzraster, die Verknüpfung mit den Themen und Inputs verknüpft werden können

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